Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften
Oder von der Liebe zur Malerei:

Neues aus dem 19.

30 Apr 21 — 26 Sep 21

Hans Makart, Die Frau des Künstlers als Flora, 1883. Museum Wiesbaden, Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess. Foto: Markus Bollen.

„Wer Kühe schlecht malen kann, sollte sie melken“

Wilhelm Leibl (1844—1900)

Als Museumsgründung des 19. Jahrhunderts fühlt sich das Museum Wiesbaden den künstlerischen Werken dieser Zeit besonders verbunden. Wie an einer Perlenschnur reiht die Ausstellung die mannigfaltigen künstlerischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts auf und dokumentieren die einzigartigen malerischen Fähigkeiten dieser Epoche. Zahlreiche Neuerwerbungen wie Fritz von Uhdes „Im Klostergarten“ von 1875 oder Hans Makart „Die Frau des Künstlers als Flora“ von 1883 werden erstmals präsentiert und bereichern die Galerie des 19. Jahrhunderts im Museum Wiesbaden.   

Blick in die Ausstellung

Von Kühen und anderen Tieren

1 Johann Friedrich Voltz, Weidende Kühe am Wasser mit Hirten, 1875. Foto: Dirk Uebele, Wiesbaden;<br>2 Otto Pilz, Bauer mit Kuhgespann, um 1906, Porzellan, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden;<br>3 Wilhelm von Kobell, Rast beim Pflügen, 1790, Museum Wiesbaden, erworben 1824;<br>4 Otto Friedrich Gebler, Rinder und Gänse, o. J., Privatbesitz Süddeutschland<br>Fotos 2, 3 und 4: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
1 Johann Friedrich Voltz, Weidende Kühe am Wasser mit Hirten, 1875. Foto: Dirk Uebele, Wiesbaden;
2 Otto Pilz, Bauer mit Kuhgespann, um 1906, Porzellan, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden;
3 Wilhelm von Kobell, Rast beim Pflügen, 1790, Museum Wiesbaden, erworben 1824;
4 Otto Friedrich Gebler, Rinder und Gänse, o. J., Privatbesitz Süddeutschland
Fotos 2, 3 und 4: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
Porzellanfiguren, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden; Fotos: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
Porzellanfiguren, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden; Fotos: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Von edlen Damen

1 Hans Christiansen, Porträt Paula Götz, nach 1925, Museum Wiesbaden, erworben 2020;<br>2 Hans Thoma, Milly und Else Haag, 1883, Museum Wiesbaden, erworben 2020;<br>3 Pierre Bonnaud, Ohne Titel (Die Seele der Rose), 1908, Kopie nach William Waterhouse, The Soul of the Rose, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess. Foto: Markus Bollen;<br>4 Konrad Hentschel, Dame mit Muff, 1906, Porzellan, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden;<br>5 Hans Makart, Die Frau des Künstlers als Flora, 1883, Museum Wiesbaden, Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;<br>6 Ernst Seidl, Odaliske, o. J., Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden<br>Fotos 1, 2, 4, 5 und 6: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
1 Hans Christiansen, Porträt Paula Götz, nach 1925, Museum Wiesbaden, erworben 2020;
2 Hans Thoma, Milly und Else Haag, 1883, Museum Wiesbaden, erworben 2020;
3 Pierre Bonnaud, Ohne Titel (Die Seele der Rose), 1908, Kopie nach William Waterhouse, The Soul of the Rose, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess. Foto: Markus Bollen;
4 Konrad Hentschel, Dame mit Muff, 1906, Porzellan, Porzellan-Manufaktur Meissen, Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden;
5 Hans Makart, Die Frau des Künstlers als Flora, 1883, Museum Wiesbaden, Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;
6 Ernst Seidl, Odaliske, o. J., Sammlung Daniela Kumpf, Wiesbaden
Fotos 1, 2, 4, 5 und 6: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Das 19. Jahrhundert verändert die Welt

Kaum ein Jahrhundert hat die Welt so radikal und umfassend verändert, wie das 19. Jahrhundert. Diese Zeit war durchdrungen von gesellschaft-lichen Spannungen, übersteigertem Hochmut und der Ernüchterung nach dem Fall. Die Schau Neues aus dem 19. wirft die Frage auf, wie sich die Kunst in einem sich politisch und gesellschaftlich selbst suchenden Deutschland verhielt und welche Rolle sie in dieser komplexen nervösen Zeit einnahm. Die Ausstellung ist in Gattungen gegliedert, um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ringen innerhalb des damaligen akademischen Betriebs, mit seinem Bestreben am Bestehendem festzuhalten, während einige Künstlerinnen und Künstler versuchten, daraus auszubrechen oder den Gang durch die Institutionen wählten, um Veränderungen zu erreichen. Versammelt werden in der Ausstellung malerische Landschaftsansichten, Genrebilder, Historiengemälde, Landidyllen mit Nutztieren oder Darstellungen feiner Damen. Große Namen darunter Carl Spitzweg, Hans Makart, Heinrich Vogeler, Johann Friedrich Voltz oder Hans Thoma aber auch viele heute weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler, die es zu erforschen gilt, zeugen von einer vielschichtigen Lebendigkeit des 19. Jahrhunderts.

„Wir freuen uns, mit dieser Ausstellung besondere Schätze unseres Hauses zeigen zu können, die zum Teil noch nie oder lange nicht mehr zu sehen waren. Mit dem eigenen Sammlungsbestand zu arbeiten, ist eine zentrale Aufgabe des Museums. Wir öffnen die Depots, um die Kunst des 19. Jahrhunderts zu zeigen, wobei wir uns diese Epoche besonders zugehörig fühlen, denn es ist unsere Gründungsepoche. Mit der großzügigen Schenkung des Ehepaars Baechle, die wir parallel in einer eigenen Sonderausstellung zeigen, erhält dieses Jahrhundert noch eine substantielle Bereicherung.“

Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden

Von verzauberten Landschaften

1 Alphonse Osbert, Reve du soir (Abendtraum), 1909, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;<br>2 Heinrich Vogeler, Abschied, 1898, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;<br>3 Carl Spitzweg, Der Schmetterlingsfänger, um 1840, Museum Wiesbaden, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland, erworben 1966;<br>4 Rudolf Schick, Porta Romana bei Tivoli, 1871, Museum Wiesbaden, erworben 1936;<br>5 Olof Jernberg, Spätsommer, o. J., Museum Wiesbaden, erworben 1956<br>Alle Fotos: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
1 Alphonse Osbert, Reve du soir (Abendtraum), 1909, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;
2 Heinrich Vogeler, Abschied, 1898, Museum Wiesbaden, Dauerleihgabe Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess;
3 Carl Spitzweg, Der Schmetterlingsfänger, um 1840, Museum Wiesbaden, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland, erworben 1966;
4 Rudolf Schick, Porta Romana bei Tivoli, 1871, Museum Wiesbaden, erworben 1936;
5 Olof Jernberg, Spätsommer, o. J., Museum Wiesbaden, erworben 1956
Alle Fotos: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Bildungsangebote
für pädagogische Gruppen

Pädagogische Gruppen haben bei uns freien Eintritt (inklusive zwei Begleitpersonen).

KONTAKT UND ANMELDUNG
Gruppen ohne Buchung bitten wir ebenfalls um eine vorherige Anmeldung.
Telefon: 0611 335 2185 oder edu@museum-wiesbaden.de

Anfragen für pädagogische Gruppen richten Sie bitte an

1. FÜHRUNGSANGEBOT
für Schulen ab Grundschule bis Sek I (Klasse 8)

„Oha, so viele Landschaften, Tiere und Menschen“

Saftige Landschaften, wild kämpfende oder brav weidende Tiere, vornehm gewandete oder bäuerlich einfach gekleidete Menschen laden Euch zu einer gemeinsamen Reise durch die reichhaltige Bilderwelt einer noch gar nicht so weit zurückliegenden Vergangenheit ein. Das alles könnt Ihr nicht nur in Form von goldgerahmten Ölgemälden erleben, sondern auch bunte Porzellanfiguren und Bronzeplastiken machen Lust auf Verweilen, gemeinsam Sprechen und Skizzieren vor den Originalen.

Workshop A
„Mein Lieblingsbild – malerisch neu gestaltet!“

Freie Interpretation eines selbst gewählten Bildes nach Bleistiftskizze vorm Original
Materialien:
Ölkreide oder Flüssigfarbe auf div Bildträger wie Papier, Pappe oder Holz
(Mitnahme der Bilder direkt nach der Veranstaltung)

Workshop B

„Mein Lieblingstier – modelliert!“

Fertigung einer eigenen Modellage in selbsttrocknendem Ton nach Skizzen vor Porzellanfiguren und Originalpräparaten in den naturhistorischen Sammlungen (u.a. Pfau und Bär)
Materialien:
Selbsttrocknender Ton + Modellierzubehör
(Mitnahme der Modellagen direkt nach der Veranstaltung)

2. FÜHRUNGSANGEBOT
für Schulen ab Sek I (Kl.9 bis Sek II)

„Das pralle Leben des langen 19. Jahrhunderts“

Bewegt dargestellte Landschaften mit darin agierenden Menschen und Tieren zeigen in oft großer Gegensätzlichkeit den raschen Zeitenwandel, der sich auch in einer sich rasch veränderten Malauffassung widerspiegelt.
Erzählerische und teils verrätselte Bildwelten laden uns dazu ein im Dialog Ängste und Sehnsüchte, sowie Glaube, Liebe und Hoffnung der Menschen jener Zeit zu entschlüsseln. Skizzen vor den Originalen und Begriffskarten helfen uns dabei den Blick zu vertiefen.

Workshop A

Bildparaphrase

Bewusstes Verändern der zuvor skizzierten Bildstruktur durch Weglassen oder Hinzufügen von Bildelementen.
Materialen:
Gouache-oder Acrylfarbe auf diversen Bildträgern wie Papier, Pappe oder Holz

Workshop B

„Modellieren eine Figurengruppe“

Fertigung einer Modellage von aufeinander bezogenen Menschen und /oder Tieren in selbsttrocknendem Ton
Materialien:
Selbsttrocknender Ton + Modellierzubehör ( Mitnahme der Modellagen direkt nach der Veranstaltung

Workshop C
 für Schulen ab Sek I Kl 9 und Oberstufe
„Kreatives Schreiben“

Reichhaltige Bildwelten bieten vielfältige Schreibanlässe wie z.B. „ecrire automatique“, „100 Fragen an den Kurator“, „Haikus“, um nur einige der möglichen Schreibmethoden zu nennen.
Materialien:
Skizzenbrett mit Papier und Stift, 1 Schreibmethode pro Arbeitsgruppe
(mit Textvortrag von einem TN pro Gruppe vor dem Original in der Ausstellung)

Darüber hinaus bietet das Team der Bildung und Vermittlung viele altersgerechte Führungen und Workshops zu den unterschiedlichen Themen der Sammlungen und weiterer Sonderausstellungen an.

Kalender

Hier finden Sie das Begleitprogramm zur Ausstellung, sobald es im Veranstaltungskalender veröffentlich wurde.

Weitere Termine

Blick in die Ausstellung

Förderer und Parter

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