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Alles!

100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden

17 Sep 21 — 27 Mär 22

Alexej von Jawlensky, Heilandsgesicht: Erwartung (Detail), 1917. Museum Wiesbaden, Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

„In Wiesbaden man erwartet mich schon.“

— Alexej von Jawlensky an Karl Im Obersteg, 31. Mai 1921

Eine Tour quer durch Wiesbaden

„Im Jahre 1921 reiste ich von Ascona nach Wiesbaden und kam dort am 1. Juni an. Dort war meine Ausstellung, die vorher in Frankfurt gewesen war. Es war eine große Ausstellung von meinen letzten Arbeiten und von meinen starken Vorkriegsköpfen. In Wiesbaden hatte ich damals einen großen Erfolg. Ich begegnete dort sehr netten Menschen, und das bestimmte mich, meinen Wohnsitz in Wiesbaden zu nehmen. Ein Jahr später kam meine Familie auch hierher.“ — Alexej von Jawlensky

Mit dem Start der Ausstellung Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden möchte das Museum Wiesbaden Geschichten rund um den Künstler auch in die Stadt hinaustragen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir an vielen Standorten, die bedeutend für Alexej von Jawlensky waren, Stationstexte anbringen und an manch einer Station auch die ein oder andere Anekdote erzählen. Bleiben Sie gespannt!


Hier geht's zum Jawlensky Pfad!

Vor 100 Jahren — im Juni 1921 — traf Alexej von Jawlensky (1864—1941) sehr spontan die Entscheidung, sich in Wiesbaden niederzulassen. Alles, was in den Jahren bis zu seinem Tod geschah, ist Thema der Jubiläumsausstellung. Es gab viele Erfolge. Er wurde neben Kandinsky, Klee und Feininger Teil der Künstlergruppe „Die Blaue Vier“ und in Amerika populär. Aber Ende der 1920er-Jahre erkrankte er an Arthrose, die Nationalsozialisten stempelten ihn als „entartet“ ab, das Museum Wiesbaden gab seine Werke ab.

Nach dem Krieg wurde Jawlensky einer der identitätsstiftenden „Söhne“ der Stadt, sein Leben wurde erforscht und seine Kunst gesammelt. Die 111 Werke im Bestand des Museums, die sein gesamtes Schaffen von den frühen expressiven Köpfen bis zum seriellen Werk umreißen, werden erstmals komplett präsentiert.

Vortrag
Alexej von Jawlensky, Bildnis Lisa Kümmel, 1930. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert
Alexej von Jawlensky, Bildnis Lisa Kümmel, 1930. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

VORTRAG

Do, 11 Nov 2021, 19 Uhr

„Jawlensky hoch Vier —
Die Förderinnen des Alexej von Jawlensky in Wiesbaden“

Mit Dr. Roman Zieglgänsberger, Kurator der Ausstellung, Wiesbaden

Hanna Bekker vom Rath, Mela Escherich, Tony Kirchhoff und Lisa Kümmel waren die vier Frauen, die neben Jawlenskys Ehefrau Helene, den Künstler in Wiesbaden in vielfältiger Wei-se unterstützten, als es ihm körperlich aufgrund einer schmerzhaften Arthrose immer schlechter ging. Ohne sie wäre das Spätwerk des Künstlers – die ergreifen-de Serie der „Meditationen“ – nicht möglich gewesen. Jawlensky, der 1921 in der Stadt herzlich aufgenommen und bejubelt wurde, wurde hier Ende der 1920er-Jahre aufgrund der Kulturpolitik der Nationalsozialisten, die offizielle Verkäufe nahezu unmöglich machte, und seiner schweren Krankheit, wie er selbst schrieb, „von der Hilfe fremder Menschen abhängig“. Die wichtigsten dieser fremden und ihm doch so ver-trauten Freundinnen werden anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden“ im Vortrag kurz vorgestellt und gewürdigt.

Die Kulturinitiative Wiesbaden ist eine Veranstaltungsreihe der Freunde der Wiesbaden Stiftung e.V.

Der Eintritt ist frei.

Blick in die Ausstellung

Schirmherrschaft

Schirmherr der Ausstellung
ist Ministerpräsident
Volker Bouffier

Förderer und Partner

Exklusiver Partner des Bildungs- und Vermittlungsprogramms für Kinder und Jugendliche

Kulturpartner

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