shortcuts
Im Rahmen der Konzertreihe "shortcuts" besteht seit September 2007 die Gelegenheit, die Qualitäten des sanierten Museums Wiesbaden auch musikalisch zu erleben.

Gemeinsam mit den Freunden der Kunst im Museum Wiesbaden e.V. wurde der Aufbau einer Konzertreihe geplant, bei der die zeitgenössische Musik – analog zum Museumsschwerpunkt der zeitgenössischen Kunst – einen gewissen Stellenwert hat. Aber auch Werke der älteren Musik sollten zur Aufführung gelangen.

Ausgehend von diesen Überlegungen entstand der Kontakt zum Institut für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Dort bietet die Konzertreihe "shortcuts" seit vier Jahren den Studierenden, Lehrenden und der Öffentlichkeit ein ganz außergewöhnliches Forum der Auseinandersetzung mit Neuer Musik. Jeweils mittwochs um 18.00 Uhr öffnet die Frankfurter Hochschule ihre Pforten für Konzerte, bei denen das Experiment im Vordergrund steht. Abseits vom Hochschulbetrieb können ungewöhnliche Programme oder Besetzungen ausprobiert oder längere Stücke einmal ganz aufgeführt werden. Das 30-minütige Vorabendformat ist bei Ausführenden und Publikum gleichermaßen beliebt: die Konzerte sind ein (ent-)spannender Ausklang des Tages und Einstimmung auf den Abend. Sie finden auch bei den Mitarbeitern der umliegenden Büros hohen Anklang.

In der Diskussion mit der Projektleiterin Dr. Julia Cloot entstand die Idee, "shortcuts" auch in den Vortragssaal des Museums Wiesbaden einzuladen. Das Programm und die Partnerschaft entsprechen den Intentionen von Freundeskreis und Museum Wiesbaden sehr gut und es wurde auch ein geeignetes Zeitfenster gefunden: Im Museum Wiesbaden sind die "shortcuts" an jedem dritten Dienstag im Monat von 18.00 – 18.30 Uhr zu Gast. Anschließend besteht im Museumscafé die Möglichkeit zum Gespräch mit den Interpreten.

Programm 2009
Vorabendkonzerte im Museum Wiesbaden:
Dienstag, 19. Mai 2009, 18.00 Uhr, Vortragssaal
Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge
John Harbison, Mirabai Songs

Ausführende: Melinda Paulsen (Mezzosopran),
Lars Jönsson (Klavier)

INTERNATIONALE ENSEMBLE MODERN AKADEMIE
Die Gründung der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) im Sommer 2003 in Frankfurt am Main ist die konsequente Weiterführung dessen, wofür das Ensemble Modern (EM) seit über 20 Jahren steht: Qualität auf höchstem Niveau, Spielfreude, interdisziplinäre Kunstprojekte und Internationalität. Durch die intensive Auseinandersetzung mit KünstlerInnen und ihren Werken konnte das EM in den über 25 Jahren seines Bestehens ein tiefes und breit gefächertes Wissen um die Musik seit Beginn des 20. Jahrhundert ansammeln: ein »Gedächtnis der modernen Musik«.

Im Geiste des EM gibt die IEMA – als ein lebendiger Ort des Lernens, Kommunizierens, Austauschens und Erprobens – Nachwuchskünstlern die Möglichkeit, an diesem Gedächtnis teilzuhaben und auf vielfältige Weise davon zu profitieren: Verschiedene Ausbildungsprogramme innerhalb der IEMA – dazu zählen die Vergabe von Stipendien, die Durchführung von Meisterkursen und Weiterbildungsprogramme für Lehrende sowie die Veranstaltung von Symposien – fördern gezielt die künstlerische Auseinandersetzung zwischen hoch qualifiziertem Nachwuchs und renommierten Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft.

Seit ihrer Gründung vergibt die IEMA Stipendien an junge Instrumentalisten, Dirigenten, Komponisten und Klangregisseure, die im Zeitraum von einem Jahr bei Musikern des Ensemble Modern Unterricht in zeitgenössischer Sololiteratur und Kammermusik erhalten. Das Förderprogramm entstand in Kooperation mit der Kunststiftung NRW und richtete sich zunächst an Studierende aus Nordrhein-Westfalen. Seit 2004 konnten die Stipendien mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes auch deutschlandweit ausgeschrieben und die Stipendiatenzahl verdoppelt werden. Die Förderdauer wurde von sechs Monaten auf ein Jahr erhöht. Die IEMA-Stipendien wurden inzwischen zum sechsten Mal vergeben. Seit Herbst 2006 wird das Stipendienprogramm gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt als Masterstudiengang „zeitgenössische Musik“ durchgeführt.

In 2004 begann in Kooperation mit der Allianz Kulturstiftung zum ersten Mal das Internationale Kompositionsseminar, welches in dem Jahr von Helmut Lachenmann (Komposition) und Franck Ollu (Dirigieren) begleitet wurde. In 2005 war George Benjamin Dozent (Komposition und Dirigieren). Zudem konnte das Pariser IRCAM einmalig für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Abschlusskonzerte fanden im Dezember 2005 in Frankfurt und Paris statt. Im Seminar 2006/07 standen Hanspeter Kyburz (Komponieren) und Stefan Asbury (Dirigieren) als Dozenten zur Verfügung. In 2008/09 ist eine Fortsetzung mit Johannes Kalitzke geplant.

Meisterkurse werden seit 2004 jedes Jahr beim Paxos Spring Festival in Griechenland und beim Festival Klangspuren im österreichischen Schwaz durchgeführt. 2005 wurden zudem sehr erfolgreich Kurse in Japan und Korea gegeben. Im Mai 2008 wurde die Arbeit in Tokyo fortgesetzt.

www.internationale-em-akademie.de