Landschaft als Weltsicht
15. Mai – 03. Oktober 2011
Ein Beitrag des hr-Fernsehen
Ein Beitrag des Deutschlandfunk (auch zu hören)
Wie kaum ein anderes Medium eignet sich die künstlerische Landschaftsdarstellung dazu, die Rolle des Individuums in der Welt bzw. den Blick des Einzelnen auf seine jeweilige Umwelt zu reflektieren: Landschaftssicht ist immer auch Weltsicht.
In diesem Sinn sind Werke der Landschaftskunst kaum jemals als bloße Abbilder einer tatsächlichen Landschaft zu verstehen. Vielmehr bündeln sich in ihnen kollektive und individuelle Perspektiven und offenbaren sich gesellschaftliche Modellvorstellungen ebenso wie private Wünsche, Ängste und Sehnsüchte. Jeweils aktuelle gesellschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklungen werden dabei zuweilen gespiegelt oder vorweggenommen; in anderen Fällen entstehen träumerische, melancholische oder kritische Gegenbilder zur jeweils erlebten Realität.
Im Laufe der Jahrhunderte vollziehen sich in dieser Sicht auf die Welt Wandlungen, Brüche und oft überraschende Umwälzungen, denen in der Ausstellung ein besonderes Augenmerk gelten soll. Es geht dabei nicht darum, einen (weiteren) Überblick zur Geschichte der Landschaftsmalerei zu bieten und die bekannten Entwicklungslinien noch einmal nachzuzeichnen.
Die Ausstellung beginnt mit Werken der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, in der sich ein zunehmendes Bewusstsein für die erlebte und erlebbare Umwelt abzeichnet, und endet in der aktuellen Gegenwart, die sich der Brüche und Gefährdung der Landschaft bewusst ist. Die umfangreiche, 200 Leihgaben umfassende Ausstellung spannt dabei das Spektrum von altmeisterlicher Ölmalerei bis hin zu Fotografie, Installation und Videokunst.
Einladung zur Eröffnung am 15. Mai 2011 um 11.30 Uhr
Download des Flyers und des Kinderflyers zur Ausstellung
Pressematerial
Berenice Abbott (1898–1991)
New York at Night: Empire State Building, 1932
Silbergelatineabzug, 1970er Jahre
34,6 x 26,6 cm
(c) Privatsammlung
Cuno Amiet (1868–1961)
Waldschneise bei Trimbach, 1920
Öl auf Leinwand, 86 x 66 cm
(c) Privatsammlung
Margarete Bourke-White (1904–1971)
Smog over L.A., 1940
Vintage, Gelatinesilberabzug
23,6 x 22,3 cm (24,8 x 23,7 cm)
(c) Privatsammlung
Liam Hanley (* 1933)
o. T. (Wald), 1986
C-Print
37,3 x 25 (Blatt)
(c) Privatsammlung
Thomas Heeremans (um 1640–1697)
#2,49, o.D. (2. Hälfte 17. Jh.)
Öl auf Leinwand
90 x 120 cm
(c) Privatsammlung
Rudolf Holtappel (* 1923)
Duisburg, Juliusstraße mit Stadtwerk, 1959/60
Gelatinesilberabzug
23,3 x 16,9 cm
(c) Privatsammlung
Howard Kanowitz (*1929)
Stadtbild Winter, 1989
Öl auf Leinwand
67 x 103 cm
(c) Privatsammlung
André Kertész (1894–1985)
Evening Square, Paris, 1926,
Silbergelatineabzug, modern Print
24,6 x 19,8 cm
(c) Privatsammlung
Joos de Momper (1564–1635)
Berglandschaft mit Reisenden, Ende 1620er Jahre
Öl auf Holz
46,5 x 75,0 cm
(c) Privatsammlung
Jacob Isaacksz. van Ruisdael
(1628/29–1682)
Wasserfall, um 1660
Öl auf Leinwand, 68,5 x 65,0 cm
(c) Privatsammlung
Anleitung Download
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Ein Blick in die Ausstellung

Videoinstallation von Ingeborg Lüscher

Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts

Bilder zerstörter Landschaften

Landschaftsbilder im 20. Jahrhundert

"Ich glaub ich steh im Wald" museumspädagogischer Workshop vor dem Haupteingang

Bilder zerstörter Landschaften










