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Naturwissenschaftliche Sammlung
Die Naturwissenschaftliche Sammlung des Museums Wiesbaden ist derzeit wegen grundlegender Sanierungsarbeiten geschlossen. Nach der Wiedereröffnung werden die Sammlungen im Jahre 2011 mit einem völlig neuen Konzept präsentiert.
Geschichte der Sammlung
Das Anfang des 19. Jahrhunderts stark wachsende Interesse an naturwissenschaftlichen Themen führt in Wiesbaden 1829 zur Gründung des Vereins für Naturkunde im Herzogtum Nassau und zur Eröffnung eines Naturhistorischen Museums im Erbprinzenpaiais in der Wiiheimstraße. Auf Initiative der Mitglieder und mit staatlicher Unterstützung können in den folgenden Jahrzehnten umfangreiche Sammlungen erworben werden, wobei sich die Sammeltätigkeit schon bald nicht mehr auf das Gebiet der damaligen Nassauischen Territorien beschränkt. Insbesondere aus Südostasien, aber auch aus Afrika, Australien und Südamerika gelangen zahlreiche Objekte nach Wiesbaden, die heute zum bedeutenden Fundus der Naturwissenschaftlichen Sammlung gehören.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert gibt es, wie in den meisten Museen, keine klare Trennung von wissenschaftlicher Sammlung und Ausstellung. Möglichst von jedem Objekt soll ein Exemplar dem Besucher präsentiert werden. So entstehen die auch heute noch partiell vorhandenen Konglomerate übervoller Vitrinen in systematischer Gliederung. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wandelt sich das Konzept naturwissenschaftlicher Präsentation. Es entwickelt sich der Wunsch nach thematisch aufgebauten Schausammlungen und neuen Präsentationsformen.
Mit dem Umzug des Naturhistorischen Museums in den 1920 fertig gestellten Nordflügel des Neuen Museums an der heutigen Friedrich-Ebert-Allee kommt es erstmals zu einer deutlichen Trennung von wissenschaftlicher Sammlung und Schausammlung. Die geologisch-wissenschaftliche Sammlung kann im Unterbau der dafür erstellten Vitrinen untergebracht werden. Das Hochparterre dient der geologisch-mineralogischen Ausstellung, das 1. und 2. Obergeschoss der zoologischen Ausstellung. Nach der kriegsbedingten Schließung zwischen 1939 und 1949 wird das Museum 1950 wieder eröffnet. 1952 sind die meisten Ausstellungsflächen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich - weitgehend im Gewande der in den 1920er Jahren entwickelten Konzeption. In den 1960er Jahren wird im 1. Obergeschoss ein Aquarium eingerichtet, das zwar einen neuen Ausstellungsaspekt repräsentiert, sich aber isoliert und in ungeeigneten Räumen von der restlichen Ausstellung abhebt. In den 1970er Jahren entsteht, dem Zeitgeist und aufkommenden Umweltgedanken entsprechend, ein neuer Ausstellungssaal zum Thema Tier und Umwelt, der allerdings niemals vollständig fertig wird. Die schwierige finanzielle Lage, die 1973 in der Übergabe des Museums an das Land mündet, verhindert eine wirkliche tief greifende Modernisierung und die Verwirklichung innovativer neuer Ausstellungskonzepte, wie sie inzwischen andernorts zu finden sind. Zudem tragen fehlende Impulse bis weit in die 1990er Jahre hinein dazu bei, dass die Attraktivität der naturwissenschaftlichen Schausammlung abnimmt.
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Bis ins frühe 20. Jahrhundert gibt es, wie in den meisten Museen, keine klare Trennung von wissenschaftlicher Sammlung und Ausstellung. Möglichst von jedem Objekt soll ein Exemplar dem Besucher präsentiert werden. So entstehen die auch heute noch partiell vorhandenen Konglomerate übervoller Vitrinen in systematischer Gliederung. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wandelt sich das Konzept naturwissenschaftlicher Präsentation. Es entwickelt sich der Wunsch nach thematisch aufgebauten Schausammlungen und neuen Präsentationsformen.
Mit dem Umzug des Naturhistorischen Museums in den 1920 fertig gestellten Nordflügel des Neuen Museums an der heutigen Friedrich-Ebert-Allee kommt es erstmals zu einer deutlichen Trennung von wissenschaftlicher Sammlung und Schausammlung. Die geologisch-wissenschaftliche Sammlung kann im Unterbau der dafür erstellten Vitrinen untergebracht werden. Das Hochparterre dient der geologisch-mineralogischen Ausstellung, das 1. und 2. Obergeschoss der zoologischen Ausstellung. Nach der kriegsbedingten Schließung zwischen 1939 und 1949 wird das Museum 1950 wieder eröffnet. 1952 sind die meisten Ausstellungsflächen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich - weitgehend im Gewande der in den 1920er Jahren entwickelten Konzeption. In den 1960er Jahren wird im 1. Obergeschoss ein Aquarium eingerichtet, das zwar einen neuen Ausstellungsaspekt repräsentiert, sich aber isoliert und in ungeeigneten Räumen von der restlichen Ausstellung abhebt. In den 1970er Jahren entsteht, dem Zeitgeist und aufkommenden Umweltgedanken entsprechend, ein neuer Ausstellungssaal zum Thema Tier und Umwelt, der allerdings niemals vollständig fertig wird. Die schwierige finanzielle Lage, die 1973 in der Übergabe des Museums an das Land mündet, verhindert eine wirkliche tief greifende Modernisierung und die Verwirklichung innovativer neuer Ausstellungskonzepte, wie sie inzwischen andernorts zu finden sind. Zudem tragen fehlende Impulse bis weit in die 1990er Jahre hinein dazu bei, dass die Attraktivität der naturwissenschaftlichen Schausammlung abnimmt.
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