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Emanuel Raab
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Museumsansicht rechts Raab
Inkjetdruck auf Papier, je 300 x 200 cm

 

MenschenBild (2006-2011) Raab 4

von Emanuel Raab

 

Museum Wiesbaden, Kolonnaden, Oktober 2011 bis Februar 2012


Von Oktober 2011 bis einschließlich Februar 2012 ist die Hauptfassade des Wiesbadener Museums von Emanuel Raabs Fotoinstallation „MenschenBild“ geprägt.

Zwischen die Säulen der beiden Kolonnadengänge des Museums sind in Überlebensgröße 16 Einzelporträts und ein Doppelporträt von Frauen und Männern verschiedenen Alters und Herkunft gestellt. Schwarze Flächen, vom Künstler bewusst gesetzt, unterbrechen die Porträtreihe und lassen einen Rhythmus entstehen, der einige der Dargestellten zu Gruppen zueinander rücken lässt. Fast alle Personen wurden als Ganzfiguren stehenden face aufgenommen - mit einer Ausnahme: Für eine mit Kopftuch und langem Mantel bekleidete Frau wählte der Fotograf die Rückenansicht.

Raab 10

Die Bilder Emanuel Raabs entstanden in den Jahren 2006-2011. Er fotografierte die Menschen bei Tageslicht im öffentlichen Raum (an Haltestellen, in Fußgängerzonen) in Momenten des Verweilens und löste sie anschließend aus ihrem jeweiligen Kontext, um sie dann vor einem schwarzen Hintergrund isoliert abzubilden. Mittels dieser Reduktion wird den distinktiven Merkmalen der Porträtierten, wie Körpersprache, Gestik, Mimik aber auch der Art ihrer Bekleidung und Accessoires erhöhte Aufmerksamkeit entgegen gebracht.

Die Porträtierten befinden sich fast auf einer Ebene mit dem Betrachter, dieser kann sie anhand der einzelnen Accessoires als Zeitgenossen und damit seiner Umgebungswelt zugehörig, wahrnehmen. Gleichzeitig wirken sie aufgrund ihrer Größe und ihrer leicht erhöhten Position wie der Welt des Betrachters entrückt und scheinen beinahe zu schweben.

Als Zeichen ihres Unterwegsseins tragen viele der Personen eine Tasche mit sich; deren Variantenreichtum, der von der einfachen braunen Papiertüte über die schräg getragene Umhängetasche bis hin zur modischen Henkeltasche reicht, unterstreicht wiederum die individuelle Vielfalt der Porträtierten.

 

Emanuel Raab beteiligt sich seit 1990 an zahlreichen Einzelausstellungen (beispielsweise 2007: heimat.de; Goethe-Institute London und Neapel; 2004: Nachtland, Kunsthalle Bielefeld; 2002: heimat.de; Landesmuseum Oldenburg; Kunstverein Ulm; 1999: Blick-Wechsel, Frankfurter Kunstverein; 1996: Wegen Umbauten geschlossen, Schirn Kunsthalle) sowie an verschiedenen Gruppenausstellungen (beispielsweise 2007: MenschenBild, MARTa Museum, Herford; 2005: Landschaft als Metapher, Ursula Blickle Stiftung; 2003: Menschenbilder, Marburger Kunstverein; 2002: Heimat, Kunsthaus Dresden; 1996: Deutschland erotisch, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg).
Seit 2001 lehrt Raab als Professor an der Fachhochschule Bielefeld Fotografie und Bildmedien.

Das Projekt wird gefördert von der FH Bielefeld und Jörg Hempelmann, Wiesbaden

 

 

 

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